Weibliche Brustanlage beim Mann (Gynäkomastie)

Unter Gynäkomastie versteht man eine feminin wirkende Vergrößerung der Brust beim Mann. Die moderne ästhetische Chirurgie bietet hier dauerhafte Korrekturmöglichkeiten. Ziel einer Gynäkomastie-Operation ist es, den dauerhaften Leidensdruck der Betroffenen zu beseitigen. Leidensdruck kann durch das nicht maskuline Äußere, aber auch durch chronische Schmerzen in der Brust entstehen sowie durch eine hohe Berührungsempfindlichkeit. Letzteres muss vor der Operation durch eine Ultraschalluntersuchung abgeklärt werden. Viele Patienten stehen außerdem unter einem großen psychischen Leidensdruck. Mit der ästhetischen Korrektur der Gynäkomastie durch den operativen Eingriff möchten wir das Körpergefühl der Betroffenen verbessern und bestehende Beschwerden beenden.

Vor der Operation

Vor der Operation führen wir mit Ihnen ein ausführliches Beratungsgespräch in unserer Praxis in Bad Waldliesborn. Hier nehmen wir uns Zeit für Sie. Nach einer körperlichen Untersuchung und einer Fotodokumentation erläutern wir Ihnen die operativen Korrekturmöglichkeiten, unsere Operationstechniken und mögliche Operationsrisiken.

Die Operation führen wir im Evangelischen Krankenhaus Lippstadt durch. Auch die Vorbereitung auf die Operation - wie weitere Untersuchungen, eventuelle Blutuntersuchungen, EKG, Röntgenaufnahmen - findet im Krankenhaus statt. Am nächsten Tag oder bis zu fünf Tagen nach der Operationsvorbereitung nehmen wir Sie stationär auf. Ihr stationärer Aufenthalt beginnt mit einer erneuten Untersuchung am Tag der Operation mit gegebenenfalls Anzeichnung einer Schnittführung und Klären letzter Fragen.

Operation

Die Operationsdauer beträgt zwischen drei bis vier Stunden. Der Eingriff erfolgt in der Regel in Vollnarkose, selten unter lokaler Betäubung. Ist der Grund für die vergrößerte Brust ein moderater Überschuss an Fettgewebe, können wir das Gewebe durch Fettabsaugung (Liposuktion) entfernen. Die chirurgische Entfernung (Resektion) des Brustdrüsengewebes in Kombination mit einer Liposuktion führt in vielen Fällen zu sehr guten Resultaten. Eine „echten“ Vermehrung des Drüsengewebes korrigieren wir durch Entfernung des Brustgewebes oder eine ausgleichende Liposuktion, um ein optimales, ästhetisches Ergebnis zu erzielen.

Bei der Operation achten wir auf eine möglichst sparsame und narbenarme Schnittführung. Darüber hinaus kann für ein gutes Ergebnis eine narbensparende Entfernung (Resektion) der überschüssigen Haut nötig sein.

Mögliche Komplikationen

Sehr selten treten als mögliche Komplikationen nach der Operation im stationären Verlauf Nachblutungen und später auch Entzündungen auf. Auch können wir eine Asymmetrie der Brust nach der Operation nicht ausschließen.

Allgemeine Informationen

Am Entlassungstag führen wir nach dem Verbandswechsel erneut eine enge komprimierende Wickelung durch. Gegebenenfalls nehmen wir auch Maß für eine spezielle Kompressionsmiederware. Diese sollten Sie etwa acht Wochen lang Tag und Nacht tragen.

Eine ambulante Wiedervorstellung nach der Operation ist in der Regel zwei- bis dreimal notwendig. Die Arbeitsunfähigkeit beträgt für Angehörige kaufmännischer Berufe etwa ein bis zwei Wochen und für Angehörige handwerklicher Berufe etwa zwei bis drei Wochen. Etwa acht Wochen sollten Sie keinen Sport treiben.