Ohrkorrektur

Ziel der Ohrkorrektur ist es, durch verschiedene Operationstechniken dem Ohr und dem Ohrläppchen eine natürliche Form und Größe zu verleihen. Oft sind Kinder unsere Patienten. Erwachsene können aber auch betroffen sein. In vielen Fällen stehen die Betroffenen unter großem Leidensdruck, da sie zum Beispiel wegen stark abstehender Ohren Hänseleinen ausgesetzt sind.

Vor der Operation

Vor der Operation führen wir mit Ihnen ein ausführliches Beratungsgespräch in unserer Praxis in Bad Waldliesborn. Hier nehmen wir uns Zeit für Sie. Nach einer körperlichen Untersuchung erläutern wir Ihnen die operativen Korrekturmöglichkeiten, unsere Operationstechniken und mögliche Operationsrisiken. In den meisten Fällen erfolgt auch eine Fotodokumentation.

Die Operation führen wir im Evangelischen Krankenhaus Lippstadt durch. Auch die Vorbereitung auf die Operation - wie weitere Untersuchungen, eventuelle Blutuntersuchungen, EKG, Röntgenaufnahmen - findet im Krankenhaus statt. Am nächsten Tag oder bis zu fünf Tage nach der Operationsvorbereitung erfolgt dann die stationäre Aufnahme im Krankenhaus, entweder in der Kinder- und Jugendklinik am EVK Lippstadt oder auf unserer Erwachsenenstation. Der Operationstag beginnt mit einer erneuten Untersuchung mit gegebenenfalls Anzeichnung einer Schnittführung und dem Klären letzter Fragen.

Operation

Die Operationsdauer beträgt etwa zwei Stunden. Kinder erhalten in der Regel eine Vollnarkose, Erwachsene eine Lokalanästhesie. Nach der Operation ist es notwendig, dass der Patient einen Kopfverband trägt. Ideal ist die stationäre Unterbringung im EVK Lippstadt für einen Tag, damit wir Schmerzen und gegebenenfalls Übelkeit nach der Narkose optimal behandeln können.

Nach der Operation

Am Tag nach der Operation führen wir einen Verbandswechsel durch und legen einen neuen Kopfverband an.  Der Verband sollte etwa eine Woche getragen werden. Anschließend reicht ein Stirnband, das etwa zwei Wochen Tag und Nacht und weitere zwei Wochen nur nachts getragen werden muss.

Eine ambulante Wiedervorstellung ist in der Regel zwei- bis dreimal notwendig. Die Arbeitsunfähigkeit beträgt für Angehörige kaufmännischer Berufe etwa eine Woche und für Angehörige handwerklicher Berufe etwa zwei Wochen. Kinder können im Normalfall eine Woche nach der Operation wieder zur Schule gehen.

Mögliche Komplikationen

Am Operationstag kann es in sehr seltenen Fällen zu einer Nachblutung kommen, die manchmal operiert werden muss. Entzündungen während des Heilungsprozesses sind selten. Auch sind geringe Asymmetrien möglich, die nur selten korrigiert werden müssen.